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#120 | ein wenig historie
spannende betriebliche schritte
und private highlights

Historie – Spannende, betriebliche Schritte & schöne, private Ereignisse

1956 | Eduard Reumann heiratet Maria, geb. Glöckl (Oma und Opa sind heuer bereits 65 Jahre verheiratet)
1956 | Eduard Reumann jun., der 1. Sohn von Eduard u. Maria wird geboren
1958 | Stefan Reumann, der 2. Sohn von Eduard u. Maria wird geboren

1963 | Geburt Josef (Sepp) Reumann, der 3. Sohn in der Familie und künftiger Weinbauer (Geburt passiert bei Feldarbeiten…)
1965 | Maria Reumann wird geboren, sie ist das 4. Kind des Ehepaares Eduard u. Maria Reumann
1968 | Eduard Reumann gibt seinen Beruf als Maurer auf und widmet sich ganz dem Weinbau

1979 | Josef Reumann schließt seine Ausbildung in der Weinbaufachschule Eisenstadt ab und arbeitet ab jetzt im elterlichen Weinbaubetrieb mit. Es werden hauptsächlich Weine im Doppler abgefüllt,
vorerst hauptsächlich Land- oder Tafelweine.

1985 | der Weinskandal in Österreich rüttelt die Branche ordentlich durcheinander
1986 | Josef Reumann macht seine Weinbau- und Kellermeisterprüfung

1990 | Josef heiratet seine Maria, geb. Pingitzer
1990 | einige Weingärten in der Riede Weises Kreuz und Satz kommen durch die Heirat hinzu
1991 – 1992 | Ein neues Privathaus wird errichtet, das Elternhaus von Josef wird davor abgerissen
1992 | Weinreise | Burgund
1993 | Geburt von Vera – 1. Highlight im Familienleben von Josef u. Maria
1993 | Weinreise | Toskana
1995 | Zukauf Weingarten im Goldberg von Fam. Fennes Josef
1995 | 1. Weinreise | Bordeaux
1996 | Geburt der zweiten Tochter, Hannah – 2. Highlight im Familienleben von J. & M.
1996 | Cuvée PHOENIX wird erstmals vinifiziert
1997 | Weinreise | Kalifornien
1999 | Weinreise | Piemont

1999 – 2001 | großer Um- und Zubau des Betriebsgebäudes, Anschaffung vieler neuer Maschinen und Geräte, Planung Architekt DI Anton Mayerhofer

2000 | Vinifikation erster Jahrgang vinum sine nomine
2001 | Weinreise | Südafrika
2001 | Weingarten in der Lage Hochacker wird vom Fam. Pulz und Karlovits zugekauft
2003 | Zukauf eines Weingartens in der Lage Tschicken von Fam. Heinrich Stefan
2003 | 2. Weinreise Bordeaux
2004 | 3. Weinreise Bordeaux
2004 | Weinreise Spanien
2004 | Kauf eines Grundstückes von Fam. Berger (Direktor) in der Neubaugasse und danach Bau einer Maschineneinstellhalle und eines Personalhauses vis a vis des Stammhauses,
Planung Architekt DI Mayerhofer
2005 | Gründung der Winzervereinigung VITIKULT
2006 | 4. Weinreise Bordeaux
2006 | Zukauf eines Weingartens in der Lage Fabian (Fam. Fennes Paul, Neubaugasse)
2007 | 5. Weinreise Bordeaux
2008 | 6. Weinreise Bordeaux
2009 | Vinifikation erstmals von Blaufränkisch Reserve Premium Altes Weingebirge (erhält später 97 A la Carte-Punkte!)
2010 | 7. Weinreise Bordeaux

2011 | 8. Weinreise Bordeaux
2011 | Matura Vera am Gymnasium Oberpullendorf
2012 | Erneuerung des Verkostungsraumes (Konstruktion stürzte aufgrund von Materialermüdung zu Boden)
2012 | Zukauf eines Weingartens in der Lage Hochbaum (Fam. Artner, Unterpetersdorf)
2012 | die Rebfläche ist mittlerweile auf 13. Hektar angewachsen, 96 % rote Reben!
2013 | Vera ist 20, Josef 50 und Opa Eduard 80 – DAS Jubiläumsjahr!!!
2013 | Opa Reumann wird leider krank und beendet sein Arbeitsleben mit 80 Jahren!
2014 | Hannah macht ein 3-monatiges Praktikum in Kitzbühel
2015 | Vinifikation von Blaufränkisch Reserve Altes Weingebirge (erhält später 96 A la Carte-Punkte!)
2016 | Kauf eines Gartenstückes unserer Nachbarn, Familie Ernst, in der Neubaugasse und Bau einer großzügigen Lagerhalle (Bau-Start 19. April)
2016 | Spätfrost vernichtet 40 % des Austriebes (28.4.2016)
2016 | Matura Hannah in der HLW Eisenstadt
2016 | Bachelor Vera (Biomedizinische Analytik)
2016 | Weinreise Südtirol
2017 | Austritt aus der Winzervereinigung VITIKULT
2017 | 9. Weinreise Bordeaux
2017 | Hannah macht ein 6-monatiges Auslandssemester in Finnland
2018 | 10. Weinreise Bordeaux
2018 | Abschlussprüfung zum Master Massenspektrometrie und molekulare Analytik – Vera
2018 | das arbeitsreichste Jahr geht zu Ende, es werden 90 Präsentationstermine gezählt…
2019 | Weinreise Spanien
2019 | Abschlussprüfung zum Bachelor, Wirtschaftsberatung, Hannah
2019 | neuerliche Weinreise nach Spanien
2020 | Corona-Pandemie verändert vieles…

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#118 | chardonnay | der fruchtige, spannende wein

Beim klassischen Chardonnay (Morillon) dominiert die Frucht (Apfel, etwas Quitte, auch Exotik) in Verbindung mit einer eleganten Würze (Wiesenblumen, aber auch Nüsse und Mineralik). Im kleinen Holzfass ausgebaut treten buttrig-röstige, extraktreiche Noten auf, auch Aromen von Weißbrot, Dörrobst und Rosinen.

Herkunft | vermutlich Burgund, Frankreich

Abstammung | Natürliche Kreuzung von Burgunder x Heunisch

Verbreitung | Erst gegen Ende des vorigen Jahrhunderts hat die Sorte Chardonnay in Österreich flächenmäßig Bedeutung gewonnen. Die Sorte war schon, besonders in der Steiermark, vertreten. Früher wurde kein Unterschied zwischen Weißem Burgunder und Chardonnay gemacht und auch in der statistischen Erfassung waren bis 2009 beide Sorten in einer Angabe (Weißer Burgunder) enthalten. In der Steiermark wird die Bezeichnung Morillon traditionellerweise als Synonym für den Chardonnay verwendet.

Wichtige ampelografische Merkmale
Blatt | mittelgroß, fünfeckig, wenig gelappt, Stielbucht nackt, offen
Traube | mittelgroß, dichtbeerig, kegelförmig, Beitraube häufig; Beeren rundlich, gelbgrün gefärbt

Morillon ist genetisch ident mit der Sorte Chardonnay. Spezialisten können an den Blättern und Trieben geringfügige farbliche Unterschiede erkennen. Das reicht aber nicht, um von einer selbstständigen Sorte zu sprechen. Auch an der Traube sind keine Unterschiede erkennbar.

Reifezeit | mittel

Bedeutung, Ansprüche
Die Sorte ist weltweit verbreitet, liefert Weine, die zu den teuersten Weinen der Welt zählen, aber auch den Grundwein für die Champagnererzeugung. Benötigt gute, warme Lagen mit tiefgründigen Böden mit guter Wasserversorgung und höherem Kalkgehalt.

Wein
Je nach Reife werden unreife, dünne und grasige, aber bei voller Reife sehr wuchtige Weine gewonnen. Der Weinausbau erfolgt in zwei Stilrichtungen – der klassische im Stahltank mit betonter Frucht und anregender Säure und andererseits, meist international üblich mit biologischem Säureabbau und Reife im Barrique. Das wichtigste Merkmal eines großen Chardonnays ist seine Komplexität, die nur in besonderen Lagen mit kalkreichen Böden entsteht. Die besten Vertreter dieser komplexen Chardonnays wachsen im Nordburgenland und in der Steiermark, aber auch in einzelnen Lagen Niederösterreichs und Wiens.

©ÖWM

Weinbauflächen (ohne Gewähr)
Österreich | 1617 ha, 3,5 %
Burgenland | 566 ha
Weingut J.u.M. Reumann | 0,4 ha

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#117 | cabernet franc | eine urarlte rebsorte

Beim Cabernet Franc handelt es sich um eine uralte Rebsorte, bei der noch Spuren von Wildreben nachzuweisen sind, aus denen sie vermutlich selektiert wurde. Cabernet Franc ist mit Ausnahme größerer Flächen in Siegendorf in Österreich nur spärlich zu finden. Die Sorte eignet sich gut für kühlere Anbaugebiete.

Herkunft | vermutlich Bordeaux, Frankreich

Abstammung | Aus Wildreben selektiert
Cabernet Franc ist eine sehr alte Rebsorte. Aus einer natürlichen Kreuzung mit Sauvignon Blanc entstand die Sorte Cabernet Sauvignon.

Verbreitung | Die Sorte ist seit 1986 für österreichischen Qualitätswein zugelassen und ist im Burgenland und Niederösterreich vertreten.

Wichtige ampelografische Merkmale
Blatt | fünf- bis siebenlappig, tief gelappt
Traube | mittelgroß, mitteldicht, kegelförmig, fehlende oder nur kleine Beitraube, mit rundlichen, ovalen und blauschwarz gefärbten Beeren
Reifezeit | sehr spät

Bedeutung, Ansprüche
Cabernet Franc ist mit Ausnahme größerer Flächen im Burgenland in Österreich nur relativ selten zu finden. Die Sorte ist, gemeinsam mit Merlot, der Partner im Bordeaux-Verschnitt. Wächst sehr kräftig und ist für karge Böden geeignet, benötigt aber wegen der späten Reife sehr gute Lagen.

Wein
Cabernet Franc liefert gegenüber Cabernet Sauvignon weniger kräftige, hellere Weine mit weniger Bukett und Körper. Wird oft mit Cabernet Sauvignon verschnitten und im Barrique ausgebaut. Unreifes Traubenmaterial ergibt grasige, unreife Weine.

©ÖWM

Weinbaufläche (ohne Gewähr)
Österreich 74 ha, 0,2 %
Burgenland | 33 ha
Weingut J.u.M. Reumann | 0,3 ha

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#116 | syrah oder shiraz | der weltenbummler

Als letzter Weltenbummler unter den Rotweinsorten hat der Syrah relativ spät in Österreich Einzug gehalten, wo er erst seit 2001 offiziell als Qualitätsrebsorte zugelassen ist.
Als natürliche Kreuzung aus Dureza x Mondeuse blanche war er ursprünglich im südfranzösischen Rhônetal beheimatet.

Herkunft | Frankreich, Rhônetal

Abstammung | Natürliche Kreuzung aus Dureza x Mondeuse blanche

Verbreitung | In Österreich erst 2001 offiziell als Qualitätsrebsorte zugelassen. Die Sorte hat heute weltweite Verbreitung und Bedeutung in den warmen Rotweinanbaugebieten aller Kontinente.

Wichtige ampelografische Merkmale
Blatt | mittelgroß, fünflappig, wenig gebuchtet
Traube | mittelgroß, kompakt, zylindrisch, mit Beitraube; Beeren kleinbeerig mit dünner Haut, blauschwarz gefärbt, stark beduftet und saftig
Reifezeit | spät

Bedeutung, Ansprüche
Syrah wird sowohl als reinsortiger Rotwein und für Cuvées geschätzt. Die Sorte ist frostempfindlich und ist nur für sehr frühe Lagen geeignet. Die eher hohen Erträge bedürfen einer Ertragsregulierung.

Wein
Ergibt bei niedrigen Erträgen und voller physiologischer Reife in sehr guten Lagen, tiefrote, tanninreiche Weine mit Duft nach Veilchen und Reseda. Der Wein braucht lange für seine Entwicklung und erst eine längere Lagerzeit ergibt hohe Qualitäten.

©ÖWM

Weinbauflächen (ohne Gewähr)
Österreich | 152 ha, 0,3%
Burgenland | 113 ha
Weingut J.u.M. Reumann | 0,4 ha

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#115 | st. laurent | eine hochwertige, autochthone rebsorte

Die hochwertige Sorte St. Laurent gehört zur großen Burgunderfamilie – das Synonym Pinot St. Laurent weist auf einen Burgunder-Sämling hin. Seit mehreren Jahren erlebt sie eine verdiente Renaissance in allen Weinbaugebieten.

Herkunft | vermutlich Niederösterreich, Österreich

Abstammung | Natürlicher Burgunder-Sämling

Herkunft | Wurde vom Stift Klosterneuburg verbreitet.

Abstammung | Der Name St. Laurent bezieht sich auf den Lorenzitag, den 10. August, an dem sich die Beeren zu verfärben beginnen.

Verbreitung | Die autochthone Sorte ist besonders in der Thermenregion und im nördlichen Burgenland vertreten. Die Anbaufläche hat im Zeitraum von 1999 bis 2015 kontinuierlich zugenommen.

Wichtige ampelografische Merkmale
Blatt | mittelgroß, fünflappig, gewellt
Traube | mittelgroß, dichtbeerig, zylindrisch, mit Beitraube; Beeren oval, blauschwarz gefärbt
Reifezeit | mittelfrüh

Bedeutung, Ansprüche
Die Sorte gilt im Weingarten als schwierig und war daher nicht immer beliebt. Sie benötigt gute Lagen und tiefgründige Böden, ist blüteempfindlich, spätfrostempfindlich und liefert eher niedrige, unregelmäßige Erträge.

Wein
St. Laurent liefert dunkle, kräftige und fruchtige Rotweine mit Sauerkirscharomen, die von hoher Qualität und guter Lagerfähigkeit sind.

Weinbauflächen (ohne Gewähr)
Österreich | 732 ha, 1,6%
Burgenland | 406 ha
Weingut J.u.M. Reumann | 0,5 ha

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#114 | cabernet sauvignon | der charaktervolle wein

In den 1980er Jahren machte der Cabernet Sauvignon – genetisch eine Kreuzung aus Cabernet Franc x Sauvignon Blanc – im Vormarsch der internationalen Sorten Furore, vor allem durch sein charakteristisches Geruchs-und Geschmacksbild.

Herkunft | Frankreich, Bordeaux

Abstammung | Natürliche Kreuzung aus Cabernet Franc x Sauvignon Blanc

Verbreitung | Die Sorte ist seit 1986 für österreichischen Qualitätswein zugelassen. Die klassischen internationalen Cabernet Anbaugebiete sind nach wie vor Bordeaux und Kalifornien, aber u. a. auch die italienische Maremma.

Wichtige ampelografische Merkmale
Blatt | kreisförmig, fünf- bis siebenlappig, tief eingeschnitten, Stielbucht überlappend, Unterseite mittelstark behaart
Traube | mittelgroß, locker bis mitteldicht, kegelförmig, meist mit Beitraube; Beeren rundlich und blauschwarz gefärbt
Reifezeit | sehr spät

Bedeutung, Ansprüche
Beliebtheit hat die Sorte sowohl als eigenständiger Wein, als auch als Cuvée Partner erlangt. Stellt keine hohen Ansprüche an den Boden, aber sehr hohe Ansprüche an die Lage. Frühe, warme Lagen sind notwendig, um nicht unreife, grün-grasige Weine zu erzeugen. Bringt hohe Erträge, daher ist für gute Qualität eine Ertragsregulierung notwendig.

Wein
Cabernet Sauvignon hat als Jungwein ein kräftiges, fruchtbetontes Bukett und zeigt sich am Gaumen bisweilen rau und gerbstoffbetont. Ein guter Cabernet Sauvignon gewinnt im Laufe seiner Reifung zunehmend feine Röstaromen, ebenso Aromen von schwarzen Johannisbeeren, sowie Lakritze und Paprika. Die Weine benötigen eine längere Entwicklung, um den Gerbstoff reifen zu lassen, erst nach längerer Lagerung erreichen sie ihren Höhepunkt. Der Einsatz des kleinen Holzfasses ist fast obligat, der Sortentypus wird damit ergänzt.

© ÖWM

Weinbaufläche (Angaben ohne Gewähr)
Österreich | 589 ha, 1,3%
Burgenland | 362
Weingut J.u.M. Reumann | 0,5 ha