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#60 unsere wunderbare natur | winterruhe

Die Phase der Winterruhe unserer Reben begann mit dem Ende des Laubfalls und dauert ungefähr bis Mitte März. Der exakte Zeitpunkt dieses Stadiums ist von Rebsorte zu Rebsorte natürlich unterschiedlich.
Die Knospen sind durch bräunliche, schützende Knospen bedeckt. Unter diesen Knospen befinden sich die Anlagen der nächstjährigen Sommertriebe. Minimale Lebensprozesse laufen auch während der Winterruhe ab: während kalter Tage wird ein Teil der als Reserve eingelagerten Stärke verzuckert und dient den Reben als Frostschutz, in den Knospen werden einzelne Organe weiterentwickelt.
Der jährlichen Rückschnitt des einjährigen Holzes und die Korrekturen des alten Holzes wird Rebschnitt genannt. Er dient unter anderem auch zur Lenkung der Triebentwicklung. Schließlich will man das gewählte Erziehungssystem möglichst lange erhalten. Auch die Entwicklung der Rebstöcke wird durch den Rebschnitt bedeutend gesteuert.
Wir versuchen beim Rebschnitt nur gesundes und gut ausgereiftes Rebholz anzuschneiden. Wuchs, Ertrag und letztlich die Qualität der Trauben wird mit dieser sehr bedeutsamen Arbeit somit in hohem Maße beeinflusst. Ziel ist es auch, möglichst wundarm und trotzdem ohne Totholzansätze zu schneiden. Hiermit wird das Eindringen von Pilzen an großen Wundstellen verhindert. Die zu Boden geschnittenen Reben werden schließlich maschinell zerkleinert. Bald verrotten sie im Boden.
Unsere fleißigen Mitarbeiter haben Anfang Dezember mit dem Rebschnitt begonnen.
Dieser Arbeitsabschnitt wird sich über etwa 3 Monate hinausziehen. Nun ist deren Ausdauer gefordert! 8 Stunden Frischluft, manchmal auch eisiger Wind und beißend kalte Luft, aber auch wunderbare optische Eindrücke, sind garantiert…
Eine sehr befreiende, auch anstrengende, aber sehr wichtige erste Qualitätsmaßnahme für den nächsten Weinjahrgang.

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