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#1 hannah reumann | ein kleiner einblick in das leben als winzertochter

„Deine Eltern haben ein Weingut? Voll cool!“
„Wie praktisch, dann habt ihr ja immer einen guten Wein daheim.“
„Deine Eltern kommen bestimmt voll viel herum, dieser Job muss sooo toll sein.“

Solche Reaktionen erlebt man als Winzertochter nicht selten und ja, ich muss ganz ehrlich sagen, es ist tatsächlich extrem cool, wenn die eigenen Eltern ein Weingut führen und man quasi nur ein paar Schritte Richtung Weinkeller gehen muss, um schon den (für mich auf alle Fälle) besten Wein überhaupt verkosten zu können. Auch das Argument, dass meine Eltern viel herumkommen, viele Leute kennenlernen und ihre Weine in tollen Häusern präsentieren, kann ich nur bestätigen. Des öfteren durfte ich ebenfalls dabei sein, wenn sie mühsam ihren Präsentationsstand aufbauten – manchmal draußen, manchmal in einer wunderschönen Hotelaula und manchmal auch einfach auf einem Golfplatz. Bei diesen Präsentationen bewunderte ich immer wieder, mit welchem Engagement und welcher Liebe zum Produkt meine Eltern von deren Weinen erzählen. Dabei warten sie gespannt auf die Reaktionen der Verkoster und Verkosterinnen und freuen sich darüber, was sie ohnehin schon erahnt haben – unsere Weine kommen nämlich außerordentlich gut an und lassen auch Nicht-Weintrinker erstaunen.

Ich kann mich noch erinnern, als ich als Kind manchmal auch bei Verkostungen dabei sein durfte, wo in der Regel 10-15 Leute saßen und mich allesamt ansahen, als ich den Raum betrat. „Na bei so einer hübschen Mutter, kann die Tochter ja nur hübsch sein“ oder „Und das ist jetzt ihre Schwester, Frau Reumann?“ waren/sind die Klassiker, die man immer wieder zu hören bekommt. Die Atmosphäre bei unseren Verkostungen am Weingut vor Ort ist wirklich immer eine tolle und es scheint dabei, als gäbe es absolut keine Probleme auf dieser Welt – und wo kann man das sonst behaupten? Am Weingut Reumann auf jeden Fall. 😊

Durch den Beruf meiner Eltern durfte ich viele Vorzüge genießen. War ich krank, war meine Mama da, weil sie ihren Beruf eigentlich (bis auf die 90 Tage, an denen meine Eltern unterwegs sind) von zuhause aus ausübt. War ich zu einer Party eingeladen und hatte vergessen, ein Geschenk zu besorgen, kam mein Papa schon mit einem guten Flascherl Wein und sagte: „Schau, darüber freuen sie sich bestimmt“ – was auch immer stimmte. Was natürlich auch ein ungemeiner Vorteil ist, ist das große Netzwerk, welches meine Eltern bereits aufbauen konnten. Da bekommt man zum 23. Geburtstag einfach mal den schönsten Tisch im Restaurant eines Casinos und darf eine Champagnerflasche säbeln – das kann glaub ich nicht jeder erzählen. Ich könnte jetzt noch viiiel, viel weiteres Tolles aufzählen aber irgendwann muss ja auch mal Schluss sein. 😉

Das Fazit meines ersten Blogeintrages ist jedenfalls, dass das Leben als Winzertochter einfach schön ist und dass ich enorm froh darüber bin, in einer Winzerfamilie aufgewachsen zu sein. Ich kann meinen Stolz und meinen Respekt vor meinen Eltern gar nicht in Worte fassen, denn was die beiden in den letzten 30 Jahren auf die Beine gestellt haben, kann sich sehen lassen.

Hannah

2 Gedanken zu „#1 hannah reumann | ein kleiner einblick in das leben als winzertochter

  1. Gratuliere liebe Hannah zu deinem großartigen Blog. Er ist zugleich eine Hommage an deine fleißigen Eltern und macht diese bestimmt sehr stolz auf dich. Besser geht nicht! 👍

  2. Das kann ich nur bestätigen
    Auch ich hatte das Vergnügen die Familie Reumann kennenzulernen
    Eine tolle Familie
    Heute zählen sie zu unseren Freunden und wir sind stolz drauf
    Die haben es einfach drauf,die Familie Reumann

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